Gedichte zur Abend- und Nachtruhe

Schnuppe
Smiley
nasowatt
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Freitag, der 22.03.2019

Am Weiher

Ein Mägdlein saß an einem Weiher
und spielte Lieder auf der Leier.
Sie sang von Liebe, Leid und Freud'
und was das Leben denn so beut.

Es stimmte ein der Chor der Frösche,
der Wind zupfte an einer Esche.
Die Grillen setzten ein in Moll.
Naturkonzert - lieblich und voll.

Der Tag neigte zum Schlaf sich nieder
und Sterne lauschten still der Lieder.
Die Melodei drang durch die Nacht
und hatt' auch dich im Traum bedacht.

©  Detlef Thiele 2009

Sternenreise

Komm, wir gehen auf die Reise
durch das weite Sternenmeer
und wir springen ganz behende
auf der Milchstrasse umher.

Ein Abendessen auf Merkur,
vom Mars die and'ren Sterne seh'n.
Sonnenbaden auf der Venus
wird mit dir bestimmt recht schön.

Schlendern über Saturns Ringe,
tanzen auf 'nem Sonnenstrahl,
staunen über die Kometen,
das möcht' ich mit dir einmal.

Komm, wir gehen auf die Reise.
Hab' nur Mut und zög're nicht.
Lass' es uns gemeinsam wagen
bevor der nächste Tag anbricht.

© Detlef Thiele 2009

Stille

Still der Abendruhe Pracht,
leuchtend' Sterne in der Nacht,
klein wird alles Denken.

Funkelnd steht das Firmament
über all das, was bedrängt,
will dir Ruhe schenken.

Lass' dich wiegend vom Gezelt,
welches wacht über die Welt,
in die Traumwelt senken.

© Detlef Thiele 2009