Mensch und Tier - gemeinsam sind wir stark

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nasowatt
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Freitag, der 24.05.2019

Gemeinsamer Lebensraum - wer hat denn nun das Sagen?

Seit Urzeiten teilen sich Mensch und Tier den Lebensraum Erde. Der Mensch, so scheint es, hat im Laufe der Zeit die Oberherrschaft über alles erlangt. Er prägt diesen Lebensraum nach seinen Bedürfnissen. Nicht selten wird dadurch das natürliche Gleichgewicht empfindlich gestört. Die Tierwelt wird in Reservate gepresst, deren Größe sich minimiert, da mehr Raum für menschliche Bedürfnisse benötigt wird.

Großstadt

Der Mensch versagt in seiner Rolle als Headliner, da er nicht alle Prozesse der Natur kontrollieren kann. Das stete Kollabieren des Lebensraums Erde kann nur über das Verstehen der Abhängigkeiten und Vorgänge gestoppt werden. Wir haben uns schon eliches aus der Natur abgeguckt, deren Erkenntnisse aus den Beobachtungen in technischen Errungenschaften einfloss. Man könnte hier den Flug der Libelle, die Bewegung der Raupe oder den Wasserwiderstand der Haihaut nennen. Da aber allein technisches Begreifen nicht auslangt, das Gleichgewicht der Natur zu wahren, muß der Mensch auch auf das soziale Verhalten der Tierwelt sein Augenmerk richten.

Sozial, sensibel, kompetent - das Tier

Eigentlich hätte doch "- der Mensch" in der Überschrift stehen müssen. Wirklich? Über Kompetenz haben wir schon im ersten Teil nachgedacht. Dem Menschen fehlt diese, um die Erde zu verwalten. Zu viele Wissenslücken eröffnen sich dem kritischen Betrachter. Wie verhält es sich mit diesen drei Eigenschaften in der Tierwelt? Nun dürfen wir nicht den Generalfehler begehen und alle Tiere über einen Kamm scheren. Innerhalb der Tierwelt gibt es Gruppierungen mit unterschiedlichen Ausprägungen in ihrem Verhalten.

Erdmaennchen

Haben Sie schon einmal Erdmännchen im Zoo beobachtet? Dem Betrachter eröffnet sich das Bild einer Großfamilie, in der die Rollen klar verteilt erscheinen. Irgendwo steht der "Aufpasser", der die anderen bei drohender Gefahr warnt. Diese Aufgabe geht, ohne vorherige Absprache, an den Nächsten über. Die Tiere leben in einem sozialen Netz, deren Zusammensetzung vom Menschen noch nicht völlig durchdrungen wurde.
Berichten zufolge, wurden Menschen durch Tiere auf drohende Naturkatastrophen hingewiesen. Aber auch Traurigkeit, Sorgen und Nöte von Tierhaltern wurden von ihren Schützlingen registriert. In der tiergestützten Therapie wird diese Sensibilität genutzt, um Menschen besondere Hilfe anzubieten.
Worin liegt die Kompetenz in der Tierwelt? Tiere sind der Natur näher als der Mensch. Sie zerstören nicht den Lebensraum, um Profitgier zu stillen. Ihre Kompetenz liegt im Akzeptieren der Abhängigkeiten.

Allein dem Menschen zu Nutzen?

Mehr denn je, leben wir in einer Konsumgesellschaft. Auch Tiere fallen dem zum Opfer. Die Tierheime zeugen von unserem Handeln. Im Anfang so niedlich und später eine unbequeme Bürde - vom Kaninchen bis zum Hund. Wir benutzen die Tiere, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Keiner kommt auf den Gedanken, die Tiere zu befragen, ob sie überhaupt einwilligen würden.

Tierheim

Tierkommunikation ist ein schwieriges Thema und steckt noch in den Anfängen. Wohl wurde schon versucht, den Tieren die menschliche Sprache beizubringen, doch das Tier in seiner Kommunikationsart zu begegnen, ist eher selten gestreut. Wir fragen uns bei der Anschaffung eines Haustieres, ob es zu uns passt und geben uns nicht die Mühe herauszufinden, ob wir zu dem Tier passen. Somit ist der Stellenwert eines Tieres in unserer Gesellschaft doch klar gekennzeichnet.
Auch clustern wir die Tierwelt in Gruppen von Lebensberechtigungen. Eine Fliege zerdrücken wir im Vorbeigehen, bei einem Eichhörnchen ist unser Verhalten schon ein anderes. Haie sind, so die Meinung vieler, gefährlich und dürfen wegen ihrer delikaten Flossen gejagt und anschliessend verstümmelt ins Meer zurückgeworfen werden.

Libelle

Um unser Gewissen zu beruhigen, sprechen wir einen Großteil der Tierwelt das Vorhandensein einer Seele ab, unserem Hund vielleicht noch, aber einer Spinne? Wenn wir uns als höchste Lebensform auf der Erde verstehen, dann ist es auch unsere Aufgabe, das zu schützen und zu hegen, was mit uns den Lebensraum teilt. Es ist dann auch unsere Aufgabe, mit Verstand und Gefühl zu handeln und nicht nach reiner Willkür.

Detlef Thiele im Jahre 2011